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Bodenvorbereitung - Die Grundlage für eine gleichmäßige Keimung

Ein gut vorbereiteter Boden ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Rasenansaat. Die jungen Gräser benötigen lockeren Boden, guten Bodenkontakt und ausreichend Feuchtigkeit, um gleichmäßig keimen und kräftige Wurzeln entwickeln zu können. Vor der Aussaat sollten Unkraut, Steine und alte Pflanzenreste entfernt sowie der Boden gründlich gelockert werden. Eine feinkrümelige Oberfläche verbessert den Bodenschluss der Rasensamen und unterstützt eine gleichmäßige Keimung. Wer die Bodenvorbereitung sorgfältig durchführt, schafft die Grundlage für einen dichten, gesunden und langfristig belastbaren Rasen.

  • Bodenanalyse durchführen

    Die Basis für gezielte Rasenpflege - Vor größeren Rasenflächen oder bei wiederkehrenden Problemen empfiehlt sich eine Bodenanalyse. Sie liefert wichtige Informationen über pH-Wert, Nährstoffversorgung und Bodenstruktur. Auf dieser Grundlage können Kalkungen, Düngungen und Bodenverbesserungen gezielt geplant werden.

  • Alten Bewuchs entfernen

    Freie Bahn für die jungen Gräser - Unkraut, alte Grasnarben, Steine, Wurzeln und Pflanzenreste sollten vollständig entfernt werden. Eine saubere Ausgangsfläche verbessert den Bodenschluss der Rasensamen und sorgt für einen gleichmäßigen Aufgang des neuen Rasens.

  • Boden auflockern

    Lockerer Boden fördert starke Wurzeln - Verdichtete Böden erschweren die Wasseraufnahme und das Wurzelwachstum. Je nach Zustand sollte die Fläche gefräst, gelockert oder tiefgründig bearbeitet werden. Bei Neuanlagen sind Bearbeitungstiefen von etwa 15 bis 20 cm oft ideal.

  • Boden verbessern

    Standortbedingungen gezielt optimieren - Schwere, lehmige Böden profitieren von einer Strukturverbesserung durch Sand. Sehr leichte und sandige Böden können durch Humus, Kompost oder organische Bodenverbesserer mehr Wasser und Nährstoffe speichern und langfristig fruchtbarer werden.

  • Fläche einebnen

    Das perfekte Saatbett schaffen - Die vorbereitete Fläche sollte mit Rechen, Schleppnetz oder Walze gleichmäßig eingeebnet werden. Ziel ist ein feinkrümeliges, ebenes Saatbett ohne grobe Klumpen, Vertiefungen oder Fahrspuren.

  • Saatbett absetzen lassen

    Setzungen vor der Aussaat erkennen - Nach intensiver Bodenbearbeitung sollte die Fläche einige Tage bis zwei Wochen ruhen. In dieser Zeit setzen sich lockere Bodenschichten, Unebenheiten werden sichtbar und können vor der Aussaat noch korrigiert werden.

💡 Praxis-Tipp:

Das Saatbett sollte fein krümelig, eben und gleichzeitig ausreichend tragfähig sein. Zu lockerer Boden kann später zu unerwünschten Setzungen führen, während grobe Erdklumpen den wichtigen Bodenkontakt der Rasensamen verschlechtern und die Keimung beeinträchtigen. Je sorgfältiger die Bodenvorbereitung durchgeführt wird, desto gleichmäßiger laufen die Rasensamen auf und desto dichter entwickelt sich die spätere Grasnarbe. Ein optimal vorbereitetes Saatbett bildet die wichtigste Grundlage für einen gesunden, belastbaren und dauerhaft schönen Rasen.

Aussaat – Gleichmäßige Verteilung entscheidet über die spätere Rasendichte

Die Rasensamen müssen möglichst gleichmäßig auf der gesamten Fläche verteilt werden. Eine ungleichmäßige Aussaat führt häufig zu Lücken, Streifenbildung, Konkurrenz zwischen den Gräsern oder einer unregelmäßigen Entwicklung des Rasens. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich die Verwendung eines Kastenstreuers, da dieser das Saatgut präzise und gleichmäßig ausbringt. Besonders bei größeren Flächen verbessert eine saubere Verteilung die spätere Rasendichte erheblich. Kreuzweises Ausbringen – einmal längs und einmal quer – sorgt zusätzlich für ein gleichmäßiges Streubild und eine geschlossene Grasnarbe.

  • Passende Saatgutmischung wählen

    Die richtige Mischung für den jeweiligen Standort - Nicht jede Rasensamenmischung eignet sich für jede Fläche. Hausrasen, Spielrasen, Schattenrasen, Trockenrasen, Sportrasen oder Nachsaatflächen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Gräserarten. Die Auswahl einer standortgerechten Mischung ist entscheidend für Keimung, Belastbarkeit und langfristige Rasenqualität.

  • Saatgutmenge einhalten

    Die richtige Menge sorgt für gleichmäßige Bestände - Die empfohlene Aufwandmenge richtet sich nach der jeweiligen Saatgutmischung und liegt häufig bei etwa 20 bis 25 g/m². Zu geringe Mengen führen zu Lücken und offenen Stellen. Eine Überdosierung verursacht dagegen Konkurrenz zwischen den jungen Pflanzen und kann die Entwicklung beeinträchtigen.

  • Kastenstreuer verwenden

    Für eine präzise und gleichmäßige Aussaat - Ein Kastenstreuer ermöglicht eine deutlich gleichmäßigere Verteilung als die reine Handaussaat. Besonders bei größeren Flächen, Neuansaaten oder Nachsaaten verbessert er das Streubild und reduziert spätere Fehlstellen.

  • Kreuzweise ausbringen

    Lücken und Streifen gezielt vermeiden - Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich das kreuzweise Ausbringen der Rasensamen. Dabei wird die Saatmenge auf zwei Arbeitsgänge verteilt – einmal längs und einmal quer zur Fläche. Dadurch wird die Verteilung deutlich gleichmäßiger und die spätere Grasnarbe dichter.

  • Saatgut leicht einarbeiten

    Bodenkontakt schaffen, Keimung fördern - Rasensamen sollten niemals tief vergraben werden. Nach der Aussaat genügt ein leichtes Einrechen oder oberflächliches Einarbeiten. So erhalten die Samen ausreichend Bodenkontakt und gleichzeitig genügend Licht und Sauerstoff für die Keimung.

  • Anwalzen

    Der letzte Schritt vor der Keimphase - Durch das Anwalzen entsteht ein optimaler Bodenschluss zwischen Saatgut und Boden. Die Samen liegen besser an, Feuchtigkeit wird gleichmäßiger gespeichert und die Voraussetzungen für eine schnelle Keimung verbessern sich deutlich.

💡 Praxis-Tipp:

Teilen Sie die Saatgutmenge auf zwei Arbeitsgänge auf und bringen Sie die Rasensamen kreuzweise aus. Verwenden Sie möglichst einen Kastenstreuer und walzen Sie die Fläche nach der Aussaat leicht an. Dadurch entsteht optimaler Bodenkontakt, die Feuchtigkeit wird besser gespeichert und die Keimung erfolgt deutlich gleichmäßiger. So schaffen Sie die Grundlage für eine dichte, gesunde und belastbare Grasnarbe.

Starterdünger - Starthilfe für Keimung, Wurzelbildung und Jugendentwicklung

Ein Starterdünger gehört zu den wichtigsten Bausteinen einer erfolgreichen Rasenansaat. Anders als klassische Sommer- oder Langzeitdünger wird er direkt zur Aussaat oder unmittelbar danach eingesetzt. Dadurch stehen den jungen Gräsern bereits während der Keimung wichtige Nährstoffe zur Verfügung. Besonders in den ersten Wochen profitieren die Pflanzen von einer ausgewogenen Startversorgung, die Wurzelbildung, Jugendentwicklung und die Bildung einer dichten Grasnarbe unterstützt.

  • Direkt zur Ansaat einsetzen

    Nährstoffe von Beginn an verfügbar - Starterdünger kann unmittelbar vor oder direkt nach der Aussaat ausgebracht werden. Die jungen Gräser erhalten dadurch bereits während der Keimphase optimale Wachstumsbedingungen.

  • Wurzelbildung unterstützen

    Kräftige Wurzeln für einen gesunden Rasen - Besonders Phosphor spielt in der Anfangsphase eine wichtige Rolle. Er unterstützt die Entwicklung kräftiger Wurzeln und verbessert die spätere Wasser- und Nährstoffaufnahme.

  • Gleichmäßige Entwicklung fördern

    Schneller dichter Bestand - Eine ausgewogene Nährstoffversorgung hilft den jungen Pflanzen, sich gleichmäßig zu entwickeln. Dadurch entstehen weniger Lücken und die Grasnarbe schließt sich schneller.

  • Nicht überdüngen

    Die richtige Menge entscheidet - Zu hohe Düngermengen können junge Keimlinge belasten und das Wachstum beeinträchtigen. Deshalb sollte die empfohlene Aufwandmenge des jeweiligen Produkts immer eingehalten werden.

  • Ideal für Neuansaat und Nachsaat

    Perfekte Unterstützung in der Startphase - Sowohl bei Neuansaaten als auch bei Nachsaaten benötigen junge Gräser eine schnelle und gezielte Nährstoffversorgung. Starterdünger sind speziell auf diese Anforderungen abgestimmt.

💡 Praxis-Tipp:

Bei Neuansaaten und Nachsaaten ist ein hochwertiger Starterdünger häufig die bessere Wahl als ein klassischer Sommer- oder Langzeitdünger. Die speziell abgestimmte Nährstoffzusammensetzung unterstützt Keimung, Wurzelbildung und Jugendentwicklung genau dann, wenn die jungen Gräser sie am dringendsten benötigen. So entsteht schneller eine dichte, gesunde und belastbare Grasnarbe.

Bewässerung – Der wichtigste Faktor in den ersten Wochen nach der Rasenansaat

Eine erfolgreiche Rasenansaat steht und fällt mit der richtigen Bewässerung. Während der Keimphase benötigen die Rasensamen dauerhaft ausreichend Feuchtigkeit, um gleichmäßig auflaufen und kräftige Wurzeln entwickeln zu können. Bereits kurze Trockenphasen können die Keimung beeinträchtigen oder junge Keimlinge dauerhaft schädigen. Deshalb gehört die Bewässerung in den ersten Wochen zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen überhaupt. Ziel ist es, die obere Bodenschicht kontinuierlich feucht zu halten, ohne Staunässe oder Auswaschungen zu verursachen.

  • Direkt nach der Aussaat bewässern

    Der Start für eine erfolgreiche Keimung - Unmittelbar nach der Aussaat sollte die Fläche vorsichtig und gleichmäßig bewässert werden. Die Feuchtigkeit aktiviert die Keimung und sorgt dafür, dass die Rasensamen optimalen Kontakt zum Boden erhalten.

  • Gleichmäßig feucht halten

    Konstante Bedingungen schaffen - Während der ersten drei bis vier Wochen darf die Oberfläche nicht austrocknen. Je nach Witterung können mehrere kurze Bewässerungsgänge pro Tag sinnvoller sein als einzelne große Wassermengen.

  • Keine Trockenphasen zulassen

    Keimlinge vor Schäden schützen - Angekeimte Rasensamen reagieren besonders empfindlich auf Austrocknung. Bereits wenige Stunden Trockenstress können die weitere Entwicklung beeinträchtigen oder junge Keimlinge absterben lassen.

  • Sanft bewässern

    Saatgut nicht verlagern - Feine Beregnung mit kleinen Wassertropfen verhindert das Wegschwemmen von Rasensamen. Gleichzeitig bleibt die Bodenoberfläche locker und verschlämmt nicht.

  • Morgens und abends gießen

    Wasser effizient nutzen - In den kühleren Morgen- und Abendstunden ist die Verdunstung deutlich geringer. Dadurch gelangt mehr Wasser in den Boden und steht den jungen Pflanzen direkt zur Verfügung.

  • Bewässerung an die Witterung anpassen

    Flexibel auf Wetter und Boden reagieren - Sonnige, windige und heiße Tage erhöhen den Wasserbedarf deutlich. Bei kühler oder feuchter Witterung kann die Bewässerung entsprechend reduziert werden.

💡 Praxis-Tipp:

Nicht einmal kräftig bewässern und anschließend austrocknen lassen. Für eine erfolgreiche Keimung ist es deutlich wichtiger, die obere Bodenschicht regelmäßig, fein und gleichmäßig feucht zu halten. Besonders bei Sonne, Wind und hohen Temperaturen sollte die Fläche mehrmals täglich kontrolliert und bei Bedarf nachbewässert werden. Gleichmäßige Feuchtigkeit ist der Schlüssel zu einer dichten, gesunden und gleichmäßig entwickelten Grasnarbe.

Erste Pflege - Den jungen Rasen richtig behandeln

Die ersten Wochen nach der Keimung gehören zu den wichtigsten Phasen einer erfolgreichen Rasenansaat. In dieser Zeit entwickeln die jungen Gräser ihre Wurzeln, bilden neue Triebe und schließen die Grasnarbe. Eine schonende Pflege unterstützt die Entwicklung und legt den Grundstein für einen dichten, gesunden und belastbaren Rasen. Fehler wie zu frühes Betreten, zu tiefer Schnitt oder falsche Düngung können die Entwicklung dagegen deutlich verzögern.

  • Fläche möglichst nicht betreten

    Ruhe für die jungen Gräser - Frisch gekeimte Rasensamen und junge Gräser reagieren empfindlich auf Belastungen. Die Fläche sollte deshalb bis zur stabilen Entwicklung möglichst wenig betreten und geschont werden.

  • Erster Schnitt bei 8–10 cm Höhe

    Der richtige Zeitpunkt entscheidet - Der erste Rasenschnitt erfolgt, sobald die Gräser eine Höhe von etwa 8 bis 10 cm erreicht haben. Dabei sollte nur das obere Drittel der Halmlänge entfernt werden, um die Pflanzen nicht unnötig zu schwächen.

  • Scharfe Messer verwenden

    Saubere Schnitte statt verletzter Halme - Ein scharfer Rasenmäher schneidet die jungen Gräser sauber ab. Stumpfe Messer reißen Halme aus oder fransen diese aus, was die Pflanzen belastet und Krankheiten begünstigen kann.

  • Nicht zu tief mähen

    Blattmasse fördert Wachstum und Wurzelbildung - Junge Gräser benötigen ausreichend Blattmasse für die Photosynthese und die Entwicklung eines starken Wurzelsystems. Ein zu tiefer Schnitt kann die Entwicklung deutlich verlangsamen.

  • Erste Folgedüngung nach 4–6 Wochen

    Weitere Entwicklung gezielt fördern - Nach der Startphase kann eine angepasste Folgedüngung erfolgen. Sie unterstützt die Bestockung, verbessert die Rasendichte und sorgt für eine gleichmäßige grüne Farbe.

  • Unkraut früh entfernen

    Konkurrenz rechtzeitig reduzieren - Einzelne Unkräuter sollten möglichst früh von Hand entfernt werden. Dadurch bleiben Wasser, Licht und Nährstoffe den jungen Gräsern erhalten und die Grasnarbe kann sich schneller schließen.

💡 Praxis-Tipp:

Geduld zahlt sich aus. Zu frühes Betreten, intensive Nutzung, Sportbetrieb oder ein zu tiefer Rasenschnitt können die Entwicklung der jungen Gräser deutlich verzögern. Geben Sie dem Rasen ausreichend Zeit für Wurzelbildung und Bestockung. Je schonender die ersten Wochen verlaufen, desto dichter, belastbarer und langlebiger entwickelt sich die spätere Grasnarbe.

Belastbarkeit - Wann darf der neue Rasen genutzt werden?

Ein frisch angesäter Rasen benötigt Zeit, um sich vollständig zu entwickeln. Auch wenn die Fläche bereits grün erscheint, bedeutet dies noch nicht automatisch, dass die Grasnarbe ausreichend belastbar ist. In den ersten Wochen investieren die jungen Gräser einen Großteil ihrer Energie in die Wurzelbildung und Bestockung. Erst wenn sich eine dichte Grasnarbe entwickelt hat und die Pflanzen fest im Boden verankert sind, sollte die Fläche regelmäßig genutzt werden. Geduld in dieser Phase zahlt sich langfristig durch einen dichteren, widerstandsfähigeren und langlebigeren Rasen aus.

  • Leichte Nutzung erst nach stabiler Entwicklung

    Dem Rasen ausreichend Zeit geben - Die erste vorsichtige Nutzung sollte erst erfolgen, wenn der Rasen bereits mehrere Schnitte hinter sich hat, sichtbar dichter geworden ist und die jungen Gräser eine stabile Entwicklung zeigen.

  • Sportflächen länger schonen

    Belastbarkeit gezielt aufbauen - Sportrasen und intensiv genutzte Flächen benötigen deutlich mehr Zeit zur Entwicklung. Vor Trainings- oder Spielbetrieb sollte die Grasnarbe ausreichend verwurzelt und belastbar sein.

  • Wurzeln kontrollieren

    Nicht nur die Halme zählen - Für die Belastbarkeit ist nicht die Höhe der Gräser entscheidend, sondern die Entwicklung des Wurzelsystems. Erst kräftige Wurzeln sorgen für Halt und Regenerationsfähigkeit.

  • Bei Lücken nachsäen

    Geschlossene Grasnarbe fördern - Schwach entwickelte Bereiche oder offene Stellen sollten möglichst früh nachgesät werden. So können Lücken geschlossen werden, bevor sich Unkräuter oder unerwünschte Gräser ausbreiten.

  • Entwicklung regelmäßig beobachten

    Belastung dem Wachstum anpassen - Jede Rasenfläche entwickelt sich unterschiedlich. Witterung, Bodenbedingungen und Saatgutmischung beeinflussen die Geschwindigkeit der Entwicklung und damit den Zeitpunkt der Belastbarkeit.

💡 Praxis-Tipp:

Sichtbares Grün bedeutet noch keine Belastbarkeit. Warten Sie lieber einige Wochen länger, bis der Rasen mehrere Schnitte hinter sich hat und die Wurzeln den Boden ausreichend durchdrungen haben. Eine zu frühe Nutzung kann junge Gräser ausreißen, die Grasnarbe schwächen und den gesamten Anwuchserfolg deutlich verzögern. Geduld in der Anfangsphase wird später mit einem dichteren, belastbareren und widerstandsfähigeren Rasen belohnt.

Häufige Fehler bei der Rasenansaat – Diese Probleme sollten Sie vermeiden

Viele Probleme bei neu angelegten Rasenflächen entstehen nicht durch das Saatgut selbst, sondern durch Fehler während der Ansaat und Keimphase. Eine unzureichende Bodenvorbereitung, falsche Bewässerung oder eine zu frühe Nutzung können die Entwicklung der jungen Gräser erheblich beeinträchtigen. Wer die häufigsten Fehler kennt und vermeidet, erhöht die Chancen auf eine gleichmäßige Keimung, eine dichte Grasnarbe und einen dauerhaft gesunden Rasen deutlich.

  • Zu grobes Saatbett

    Ungünstige Bedingungen für die Keimung - Große Erdklumpen und eine ungleichmäßige Oberfläche verhindern den wichtigen Bodenkontakt der Rasensamen. Die Folge sind ungleichmäßige Keimung und spätere Fehlstellen.

  • Zu wenig Bodenkontakt

    Samen trocknen schneller aus - Rasensamen benötigen direkten Kontakt zum Boden, um Feuchtigkeit aufnehmen zu können. Lose aufliegende Samen keimen oft schlechter oder trocknen bereits in der Anfangsphase aus.

  • Falsche Saatgutmenge

    Zu wenig oder zu viel schadet - Eine zu geringe Saatmenge führt häufig zu lückigen Beständen. Zu hohe Saatmengen verursachen Konkurrenz zwischen den jungen Pflanzen und können die Entwicklung beeinträchtigen.

  • Ungleichmäßige Ausbringung

    Lücken, Streifen und Überlappungen vermeiden - Unregelmäßiges Ausbringen des Saatguts führt oft zu sichtbaren Streifen, Fehlstellen oder überdichten Bereichen. Ein Kastenstreuer verbessert das Streubild deutlich.

  • Zu tiefes Einarbeiten

    Rasensamen nicht vergraben - Rasensamen sollten nur leicht eingearbeitet werden. Werden sie zu tief in den Boden eingebracht, verzögert sich die Keimung oder bleibt teilweise ganz aus.

  • Zu wenig Wasser

    Der häufigste Fehler in der Keimphase - Bereits kurze Trockenphasen können angekeimte Samen dauerhaft schädigen. Besonders in den ersten Wochen ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit entscheidend für den Erfolg der Rasenansaat.

  • Zu frühes Mähen

    Junge Gräser nicht unnötig schwächen - Wird der erste Schnitt zu früh durchgeführt, können junge Pflanzen beschädigt oder sogar aus dem Boden gerissen werden. Der erste Schnitt sollte erst bei einer Höhe von etwa 8 bis 10 cm erfolgen.

  • Zu frühe Belastung

    Der Grasnarbe Zeit geben - Betreten, Spielen oder Sportbetrieb unmittelbar nach der Keimung kann die Entwicklung der jungen Gräser erheblich beeinträchtigen. Die Grasnarbe benötigt ausreichend Zeit für Wurzelbildung und Verdichtung.

  • Falsche Rasensamenmischung

    Standort und Nutzung berücksichtigen - Nicht jede Saatgutmischung eignet sich für jede Fläche. Schattenrasen, Spielrasen, Trockenrasen oder Sportrasen benötigen jeweils speziell abgestimmte Rasensamen.

💡 Praxis-Tipp:

Die meisten Probleme entstehen in den ersten vier bis sechs Wochen nach der Aussaat. Achten Sie auf ein feinkrümeliges Saatbett, gleichmäßige Aussaat, ausreichende Feuchtigkeit und genügend Geduld. Lieber etwas länger warten als zu früh mähen oder die Fläche belasten. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine dichte, gesunde und belastbare Grasnarbe.

Mit der richtigen Rasenansaat zum dauerhaft schönen Traumrasen

Eine erfolgreiche Rasenansaat beginnt lange vor dem ersten Grashalm. Hochwertige Rasensamen allein reichen nicht aus, wenn Bodenvorbereitung, Aussaat und Pflege nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Entscheidend für den späteren Erfolg sind ein feinkrümeliges Saatbett, die passende Saatgutmischung, eine gleichmäßige Ausbringung, ein geeigneter Starterdünger sowie eine konsequente Bewässerung während der Keimphase. Ebenso wichtig sind Geduld und eine schonende Pflege in den ersten Wochen nach der Aussaat.

Wer diese Grundlagen beachtet, schafft beste Voraussetzungen für eine gleichmäßige Keimung, kräftige Wurzeln, eine dichte Grasnarbe und einen dauerhaft gesunden Rasen. Die Investition in eine sorgfältige Ansaat zahlt sich über viele Jahre durch eine höhere Belastbarkeit, bessere Regeneration und eine deutlich attraktivere Rasenfläche aus.

💡 EXTRA - Praxis-Tipp: Nach erfolgreicher Etablierung beginnt die langfristige Pflege des Rasens. Regelmäßiges Mähen, bedarfsgerechte Düngung, ausreichende Bewässerung und rechtzeitige Nachsaaten sorgen dauerhaft für eine dichte Grasnarbe. Je nach Nutzung und Standort können zusätzliche Pflegemaßnahmen wie Striegeln, Aerifizieren, Besanden oder Vertikutieren sinnvoll sein. Kontinuierliche Pflege ist der Schlüssel zu einem gesunden, belastbaren und optisch attraktiven Rasen über viele Jahre hinweg.

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