Zum Inhalt springen

Rotspitzigkeit im Rasen

Rasenkrankheiten · AustroGreen Power Fachwissen

Rotspitzigkeit im Rasen – Laetisaria fuciformis sicher erkennen

Rotspitzigkeit ist eine weit verbreitete Pilzkrankheit der Rasengräser, die durch Laetisaria fuciformis verursacht wird. Charakteristisch sind unregelmäßige hellbraune bis strohfarbene Flecken sowie rosa bis rote faden- oder geweihartige Pilzstrukturen an den befallenen Blättern. Besonders häufig tritt die Krankheit bei feuchter Witterung und langsam wachsenden, unzureichend mit Stickstoff versorgten Rasenbeständen auf.

Entscheidend: Rotspitzigkeit ist vor allem eine Erkrankung der Blätter und Blattscheiden. Die Wurzeln bleiben normalerweise unbeeinträchtigt. Deshalb können sich ausreichend vitale Rasenbestände nach Verbesserung von Wachstumsbedingungen und Nährstoffversorgung meist wieder gut regenerieren.
Typischer Zeitraum Vegetationszeit, besonders bei feucht-milder Witterung
Besonders betroffen Lolium, feine Schwingel und langsam wachsende Bestände
Hauptrisiko Lange Blattnässe plus unzureichende Stickstoffversorgung
Wichtigste Maßnahme Wachstum und bedarfsgerechte Nährstoffversorgung stabilisieren
Rotspitzigkeit kompakt

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

Erreger Laetisaria fuciformis
Krankheitstyp Blattkrankheit und typischer Schwächeparasit
Schadbild Hellbraune, strohfarbene bis rosafarbene Flecken
Diagnosemerkmal Rosa bis rote fadenartige Stromata
Wichtige Wirte Lolium, feine Schwingel und Poa pratensis
Typisches Risiko Feuchtigkeit und verlangsamtes Graswachstum
Pflegeziel Vitales gleichmäßiges Wachstum fördern
Wurzeln Normalerweise nicht durch den Pilz befallen
Schnelle Orientierung

Passt das Schadbild zu Rotspitzigkeit?

Die Kombination aus verfärbten Rasenstellen und den typischen rosa bis roten Pilzstrukturen ermöglicht häufig bereits eine gute erste Einordnung. Der Check ersetzt keine sichere Diagnose, unterstützt aber die Beurteilung der Rasenfläche.

Merkmal 1 Strohfarbene oder rosafarbene Flecken?

Unregelmäßige bis rundliche Bereiche können hellbraun, gelblich, strohfarben oder durch die Pilzstrukturen auffällig rosa bis rötlich erscheinen.

Merkmal 2 Rote Fäden an den Halmen?

An Blattspitzen können charakteristische rosa bis rote, faden- oder geweihartige Stromata aus dem Pflanzengewebe herausragen.

Merkmal 3 Rosafarbenes Myzel bei Feuchtigkeit?

Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann zusätzlich watteartiges, rosa Pilzmyzel sichtbar werden und mehrere Grashalme miteinander verbinden.

Schadbild richtig lesen

So erkennen Sie Rotspitzigkeit im Rasen

Unregelmäßige verfärbte Flecken

Erste Symptome zeigen sich häufig als kleine, unregelmäßige oder rundliche hellbraune bis strohfarbene Bereiche. Bei stärkerem Auftreten können mehrere Befallsstellen zusammenfließen und größere Flächen verfärben.

Absterben von den Blattspitzen

Befallene Blätter verfärben sich häufig von der Spitze nach unten. Innerhalb einer Befallsstelle stehen dabei vielfach geschädigte und noch gesunde Grashalme unmittelbar nebeneinander.

Rote fadenartige Stromata

Das wichtigste Erkennungsmerkmal sind rosa bis leuchtend rote, fadenartige oder leicht verzweigte Pilzstrukturen an den Blattspitzen. Diese sogenannten Stromata geben der Krankheit ihren deutschen Namen.

Rosafarbenes watteartiges Myzel

Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder starkem Tau kann zusätzlich rosa bis rötliches, watteartiges Pilzmyzel im Bestand erscheinen. Nach dem Abtrocknen ist dieses Merkmal häufig deutlich weniger sichtbar.

Details zur sicheren Einordnung

Rotspitzigkeit genauer verstehen

Womit kann Rotspitzigkeit verwechselt werden?

Hellbraune oder strohfarbene Rasenstellen allein reichen für eine sichere Diagnose nicht aus. Stickstoffmangel, Trockenstress, Blattfleckenkrankheiten, Dollar Spot und andere Stressschäden können zunächst ähnlich aussehen. Die roten Stromata sind deshalb ein besonders wichtiges Unterscheidungsmerkmal.

Stickstoffmangel

Eine unzureichende Stickstoffversorgung kann den gesamten Rasen blass und wachstumsschwach erscheinen lassen und gleichzeitig Rotspitzigkeit begünstigen. Rote Stromata entstehen durch Nährstoffmangel allein jedoch nicht.

Dollar Spot

Dollar Spot verursacht ebenfalls strohfarbene Blatt- und Flächenschäden. Typisch sind jedoch andere Blattläsionen und deutlich kleinere, teilweise münzgroße Schadstellen auf kurz gemähten Flächen.

Pink Patch

Pink Patch kann zusammen mit Rotspitzigkeit auftreten und ebenfalls rosafarbene Strukturen bilden. Bei unklaren oder atypischen Symptomen ist deshalb eine genauere Untersuchung sinnvoll.

Wie entwickelt sich Laetisaria fuciformis?

Laetisaria fuciformis kann als Pilzgewebe an abgestorbenen beziehungsweise zuvor befallenen Pflanzenteilen überdauern. Treffen ausreichende Feuchtigkeit und geeignete Temperaturen zusammen, wird der Pilz erneut aktiv.

Die Infektion betrifft überwiegend Blätter und Blattscheiden. Pilzmaterial kann innerhalb einer Rasenfläche unter anderem durch Wasser, Mäharbeiten, Geräte und Begehung weitergetragen werden. Entscheidend für die Krankheitsentwicklung sind jedoch vor allem günstige Umwelt- und Wachstumsbedingungen.

Wann tritt Rotspitzigkeit im Jahresverlauf auf?

Frühjahr

Mit zunehmender Temperatur und längeren feuchten Phasen kann Rotspitzigkeit bereits im Frühjahr sichtbar werden, besonders wenn der Rasen nur langsam in Wachstum kommt.

Frühsommer

Feuchte Perioden bei milden bis mäßig warmen Temperaturen können die Krankheitsentwicklung deutlich fördern. In dieser Phase tritt Rotspitzigkeit häufig besonders auffällig auf.

Sommer

Auch während des Sommers kann die Krankheit auftreten, insbesondere bei feuchter Witterung, hoher Luftfeuchtigkeit oder verlangsamtem Wachstum durch Nährstoff- oder Trockenstress.

Herbst und milde Winterphasen

Feuchte Herbstbedingungen und nachlassendes Graswachstum können einen erneuten Befall begünstigen. Unter milden Bedingungen kann Rotspitzigkeit auch außerhalb des klassischen Sommerzeitraums sichtbar bleiben.

Welche Bedingungen fördern Rotspitzigkeit?

Besonders günstig sind längere Blattnässe, häufige Niederschläge, starker Tau, hohe Luftfeuchtigkeit und feucht-milde Temperaturen. Zusätzlich steigt das Risiko bei verlangsamtem Graswachstum, unzureichender beziehungsweise unausgeglichener Stickstoffversorgung, Verdichtung, schlechter Wasserführung und ungünstigen Licht- oder Standortbedingungen.

Welche Rasengräser sind besonders betroffen?

Rotspitzigkeit kann viele Rasengräser befallen. Besonders häufig wird sie bei Deutschem Weidelgras (Lolium perenne), feinblättrigen Schwingeln einschließlich Festuca rubra und Wiesenrispe (Poa pratensis) beschrieben. Auch Straußgräser und weitere Rasenarten können Symptome entwickeln.

Bei Verdacht richtig handeln

Was tun bei Rotspitzigkeit?

Diagnose prüfen

Einzelne Grashalme auf typische rosa bis rote Stromata untersuchen und Schadbild, Wetter, Standort und Pflegehistorie gemeinsam bewerten.

Nährstoffversorgung prüfen

Besonders die Stickstoffversorgung kontrollieren und bei tatsächlichem Bedarf an Nutzung, Jahreszeit und Wachstumsbedingungen angepasst korrigieren.

Blattnässe verkürzen

Langanhaltende Feuchtigkeit möglichst reduzieren und ein schnelleres Abtrocknen der Rasennarbe durch angepasste Bewässerung und Standortpflege fördern.

Bewässerung kontrollieren

Möglichst früh am Morgen und bedarfsgerecht bewässern. Häufige kleine Wassergaben und unnötig verlängerte Feuchtephasen vermeiden.

Wachstumsbedingungen verbessern

Verdichtung, schlechte Drainage, starke Beschattung oder übermäßigen Rasenfilz prüfen und standortgerecht korrigieren.

Regeneration beobachten

Da die Wurzeln normalerweise nicht befallen werden, können vitale Gräser die geschädigten Blätter nach Verbesserung der Bedingungen häufig wieder überwachsen.

Weitere Maßnahmen anzeigen

Bewässerung kontrollieren

Möglichst früh am Morgen und bedarfsgerecht bewässern. Häufige kleine Wassergaben und unnötig verlängerte Feuchtephasen vermeiden.

Wachstumsbedingungen verbessern

Verdichtung, schlechte Drainage, starke Beschattung oder übermäßigen Rasenfilz prüfen und standortgerecht korrigieren.

Regeneration beobachten

Da die Wurzeln normalerweise nicht befallen werden, können vitale Gräser die geschädigten Blätter nach Verbesserung der Bedingungen häufig wieder überwachsen.

Langfristig stabilisieren

Rotspitzigkeit im Rasen gezielt vorbeugen

Bedarfsgerecht düngen

Eine gleichmäßige und an Boden, Nutzung, Jahreszeit und Graswachstum angepasste Nährstoffversorgung unterstützt einen vitalen Bestand und reduziert ausgeprägte Mangelphasen.

Stickstoffmangel vermeiden

Rotspitzigkeit tritt besonders häufig bei langsam wachsenden und unzureichend mit Stickstoff versorgten Rasenflächen auf. Eine Überdüngung ist dennoch nicht das Ziel.

Blattnässe reduzieren

Lange Feuchteperioden durch Tau, Regen oder ungünstige Bewässerungszeiten möglichst verkürzen und die Rasennarbe schneller abtrocknen lassen.

Verdichtung reduzieren

Bodenbelüftung und eine funktionierende Wasserführung fördern Wurzelentwicklung, Graswachstum und schnelleres Abtrocknen nach Niederschlägen.

Rasenfilz kontrollieren

Übermäßige organische Auflagen können Feuchtigkeit in der Rasennarbe halten. Pflegemaßnahmen sollten deshalb an tatsächliche Filzdicke und Standortbedingungen angepasst werden.

Stress vermeiden

Zu tiefer Schnitt, Trockenstress, Nährstoffmangel und andere Belastungen können das Wachstum bremsen. Ziel ist ein gleichmäßig vitaler und regenerationsfähiger Rasenbestand.

Weitere Maßnahmen anzeigen

Verdichtung reduzieren

Bodenbelüftung und eine funktionierende Wasserführung fördern Wurzelentwicklung, Graswachstum und schnelleres Abtrocknen nach Niederschlägen.

Rasenfilz kontrollieren

Übermäßige organische Auflagen können Feuchtigkeit in der Rasennarbe halten. Pflegemaßnahmen sollten deshalb an tatsächliche Filzdicke und Standortbedingungen angepasst werden.

Stress vermeiden

Zu tiefer Schnitt, Trockenstress, Nährstoffmangel und andere Belastungen können das Wachstum bremsen. Ziel ist ein gleichmäßig vitaler und regenerationsfähiger Rasenbestand.

Häufige Fehlentscheidungen

Typische Fehler bei Rotspitzigkeit

Rosa oder braune Stellen nur für Trockenstress halten

Zusätzliche Bewässerung kann bei bereits feuchtem Bestand die Blattnässedauer verlängern und Rotspitzigkeit zusätzlich fördern.

Nur nach der Farbe diagnostizieren

Hellbraune und strohfarbene Flecken können viele Ursachen haben. Entscheidend sind die typischen rosa bis roten Stromata an den Grashalmen.

Stickstoff pauschal stark erhöhen

Eine ausreichende Stickstoffversorgung ist wichtig, doch die Düngung sollte bedarfsgerecht erfolgen. Übermäßige Gaben können andere Rasenkrankheiten und Pflegeprobleme begünstigen.

Am Abend unnötig bewässern

Dadurch kann sich die nächtliche Blattnässe verlängern und das für die Infektion günstige feuchte Mikroklima bestehen bleiben.

Verdichtung und Rasenfilz ignorieren

Schlechte Wasser- und Luftführung kann das Graswachstum beeinträchtigen und gleichzeitig Feuchtigkeit länger in der Rasennarbe halten.

Fungizide ohne Zulassungsprüfung

Eine konkrete Pflanzenschutzanwendung muss in Österreich aktuell für Kultur, Schadorganismus und Einsatzgebiet zugelassen sein.

Behandlung und Regeneration

Weitere wichtige Informationen

Pflanzenschutz bei Rotspitzigkeit in Österreich

Pflanzenschutzmittel dürfen in Österreich ausschließlich entsprechend ihrer aktuell gültigen Zulassung eingesetzt werden. Maßgeblich ist das Pflanzenschutzmittelregister des BAES.

Kultur beziehungsweise Objekt, Schadorganismus, Einsatzgebiet, Aufwandmenge, Anwendungszeitpunkt und sämtliche Auflagen müssen zur konkreten Zulassung passen. Eine frühere Zulassung oder Empfehlung bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt aktuell noch für Rotspitzigkeit im Rasen angewendet werden darf.

Wie regeneriert sich der Rasen nach Rotspitzigkeit?

Rotspitzigkeit betrifft überwiegend die oberirdischen Pflanzenteile und normalerweise nicht das Wurzelsystem. Deshalb können etablierte und ausreichend vitale Rasenbestände nach Verbesserung der Wachstumsbedingungen neue gesunde Blätter bilden und den Befall überwachsen.

Stark ausgedünnte oder zusätzlich durch Trockenheit, Verdichtung oder andere Stressfaktoren geschädigte Bereiche können nach Beseitigung der Ursachen durch angepasste Bodenpflege, Besanden, Nachsaat und bedarfsgerechte Ernährung regeneriert werden.

Merksatz: Erst Wachstums- und Feuchtebedingungen stabilisieren – danach die geschädigte Rasennarbe gezielt regenerieren.
AustroGreen Power Fachwissen: Stickstoff und Rotspitzigkeit

AustroGreen Power Fachwissen

Rotspitzigkeit wird besonders häufig bei langsam wachsenden Rasenbeständen beobachtet. Eine unzureichende Stickstoffversorgung ist dabei ein wichtiger Risikofaktor, weil die Bildung neuer Blattmasse und die Regenerationsleistung der Gräser eingeschränkt sein können.

Ziel ist deshalb keine pauschale hohe Stickstoffgabe, sondern eine bedarfsgerechte, gleichmäßige und an Bodenanalyse, Nutzung, Jahreszeit und tatsächliches Graswachstum angepasste Nährstoffversorgung. Auch Phosphor, Kalium und weitere Nährstoffe sollten nicht allein aufgrund eines Rotspitzigkeitsbefalls pauschal erhöht werden.

Rotspitzigkeit oder Stickstoffmangel – wo liegt der Unterschied?

Stickstoffmangel kann einen Rasen hellgrün bis gelblich, wachstumsschwach und dünn erscheinen lassen. Er ist gleichzeitig ein wichtiger begünstigender Faktor für Rotspitzigkeit.

Die charakteristischen rosa bis roten faden- oder geweihartigen Stromata an befallenen Blättern entstehen jedoch durch Laetisaria fuciformis und nicht durch den Nährstoffmangel selbst. Beide Probleme können daher gleichzeitig vorhanden sein.

Kann Rotspitzigkeit auch ohne Stickstoffmangel auftreten?

Ja. Eine geringe Stickstoffversorgung ist ein wichtiger Risikofaktor, aber keine zwingende Voraussetzung. Auch lange Blattnässe, hohe Luftfeuchtigkeit, ungünstige Witterung, verlangsamtes Wachstum, Verdichtung, Standortstress oder anfällige Grasarten und Sorten können zur Krankheitsentwicklung beitragen.

Wann sollte ein Fachmann die Rasenfläche prüfen?

Eine fachliche Prüfung ist sinnvoll, wenn sich größere Rasenbereiche stark verfärben, die Krankheit regelmäßig wiederkehrt, trotz angepasster Nährstoffversorgung bestehen bleibt oder das Schadbild nicht eindeutig zu Rotspitzigkeit passt.

Auf Sportplätzen und Golfanlagen sollten insbesondere Nährstoffversorgung, Bodenwerte, Bewässerung, Blattnässedauer, Drainage, Verdichtung, Rasenfilz, Grasbestand, Schnitthöhe, Nutzung und Pflegehistorie gemeinsam beurteilt werden.

Häufige Fragen

FAQ zu Rotspitzigkeit im Rasen

Wie erkenne ich Rotspitzigkeit im Rasen?

Typisch sind hellbraune bis strohfarbene oder rosafarbene Rasenstellen. Besonders charakteristisch sind rosa bis rote faden- oder geweihartige Stromata, die aus den befallenen Grashalmen herausragen.

Was verursacht Rotspitzigkeit?

Rotspitzigkeit wird durch den Pilz Laetisaria fuciformis verursacht. Die Krankheit befällt überwiegend Blätter und Blattscheiden der Rasengräser.

Wann tritt Rotspitzigkeit besonders häufig auf?

Besonders günstig sind feuchte und milde Bedingungen mit längerer Blattnässe. Häufig tritt die Krankheit im Frühjahr, Frühsommer und Herbst auf, sie kann jedoch über einen großen Teil der Vegetationszeit sichtbar werden.

Ist Rotspitzigkeit ein Zeichen für Stickstoffmangel?

Rotspitzigkeit tritt besonders häufig in Rasenbeständen mit unzureichender Stickstoffversorgung beziehungsweise langsamem Wachstum auf. Ein Befall beweist jedoch nicht automatisch, dass ausschließlich Stickstoffmangel vorliegt.

Hilft Dünger gegen Rotspitzigkeit?

Liegt eine unzureichende Stickstoff- oder Nährstoffversorgung vor, kann eine bedarfsgerechte Düngung das Graswachstum und die Regeneration deutlich unterstützen. Eine pauschale Überdüngung ist jedoch nicht sinnvoll.

Kann falsches Bewässern Rotspitzigkeit fördern?

Ja. Häufige kleine Wassergaben oder ungünstige Bewässerungszeiten können die Blattnässe verlängern. Bewässerung sollte bedarfsgerecht und möglichst so erfolgen, dass die Rasennarbe anschließend rasch abtrocknet.

Stirbt der Rasen durch Rotspitzigkeit ab?

In den meisten Fällen bleibt das Wurzelsystem unbeeinträchtigt und der Rasen kann sich nach Verbesserung der Wachstumsbedingungen wieder erholen. Bei stark geschwächten Beständen kann es allerdings zu deutlicher Ausdünnung kommen.

Ist Rotspitzigkeit für Menschen oder Haustiere gefährlich?

Rotspitzigkeit ist eine Erkrankung der Rasengräser. Das wesentliche Problem besteht in der Schädigung beziehungsweise optischen Beeinträchtigung des Rasenbestandes und nicht in einer typischen Gefährdung von Menschen oder Haustieren.

Kann Rotspitzigkeit mit Fungiziden behandelt werden?

Bei Rotspitzigkeit stehen zunächst kulturtechnische Maßnahmen und eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung im Vordergrund. In Österreich dürfen Pflanzenschutzmittel ausschließlich eingesetzt werden, wenn die aktuelle Zulassung die konkrete Anwendung abdeckt.

Rasenkrankheit richtig einordnen

Rotspitzigkeit zeigt häufig ungünstige Wachstumsbedingungen im Rasen

Die sichtbaren roten Pilzstrukturen werden durch Laetisaria fuciformis verursacht. Ob sich die Krankheit stark entwickelt, hängt jedoch wesentlich von Blattnässe, Witterung, Graswachstum, Nährstoffversorgung und den Standortbedingungen der Rasenfläche ab.

Eine belastbare Rasennarbe mit gleichmäßiger bedarfsgerechter Ernährung, guter Wasser- und Luftführung und möglichst kurzen Blattnässeperioden bildet deshalb die wichtigste Grundlage einer langfristigen Vorbeugung gegen Rotspitzigkeit.

Damit Ihr Rasen und unsere Website rundlaufen:

Ihre Zustimmung zählt!

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Einige sind essenziell, andere helfen uns, unser Angebot weiterzuentwickeln. Ihre Präferenzen können Sie jederzeit in unserer Cookie Policy anpassen. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ihre Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen oder über den entsprechenden Link in der Datenschutzerklärung ändern.

Gemeinsam RASEN wir in die Zukunft!

Einstellungen